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12. Mai 2011Mai 2011 – Denise Knoblauch
Wie hast du dich am ersten Schultag am mediencollege vor deiner Klasse vorgestellt?
Mein Name ist Denise Knoblauch. Wie die Knolle.
Ihr habt ja auch gerade eine Praktikumsphase. Was bedeutet das genau und was machst du momentan?
Ja, wir haben jetzt das erste Schuljahr so gut wie rum und schließen dies jetzt mit einem Praktikum ab, in dem wir bisher Gelerntes anwenden und vertiefen können. Da mein großes Interesse der Fotografie gilt, war es für mich klar mich in diesem Fachgebiet zu bereichern. Dabei liegt es mir sehr am Herzen, mich einmal intensiv mit der analogen Fotografie auseinander zu setzen. Genauer mit der Entwicklung von Fotonegativen und deren Weiterverarbeitung. Da das Praktikum gerade erst begonnen hat, ist meine momentane Aufgabe, Fotofilmlaschen aus der Kapsel zu ziehen und diese mit Nummern zu versehen. Mal schauen wo ich in zwei Monaten bin.
Gibt es irgendwelche Eigenheiten, die du dir im ersten Schuljahr am mediencollege angeeignet hast?
Ich trinke mehr Kaffee als je zuvor. Leider bin ich nicht mehr so geduldig wie früher aber ich habe das Gefühl, dass mein Kopf vor Ideen nur so platzen könnte.
Wie bist du damals auf das mediencollege aufmerksam geworden? Du kommst ja ursprünglich aus einer ganz anderen Branche.
Ja, das stimmt. Wie schon erwähnt komme ich ursprünglich aus der Altenpflege. Ein schöner Beruf um Verantwortungsbewusstsein und Teamgeist zu erlernen. Allerdings merkte ich nach 5 Jahren, dass ich dies nicht für immer machen möchte. Ich war schon immer kreativ. Da war es nicht sonderlich schwer, mich in einem Berufsfeld umzuschauen, welches mir die Möglichkeit gibt, meine Kreativität und meine Leidenschaft zur neuen Berufung zu machen. Aufs mediencollege aufmerksam geworden bin ich im Mai 2009 über das Internet. Das weiß ich noch ganz genau. Es gab schon des Öfteren Probleme auf meiner alten Arbeitsstätte, sodass ich mich insgeheim schon da komplett neu orientieren wollte. Allerdings fehlte mir der nötige Anstoß.
Und wann ging es dann für dich richtig los?
Der Anstoß kam dann im Juli 2009. Ein schnelles, seelisch schmerzhaftes Ende, aber alles in allem die beste Entscheidung meines Lebens. Ich suchte gezielt nach einer abwechslungsreichen Ausbildung im kreativen Bereich. Im August 2009 hatte ich dann schon ein kleines Vorstellungsgespräch und im September direkt die Einladung zum Eignungstest. Ja und seit August 2010 bin ich nun eine mediencollegin ; )
Wie würdest du deinen Schulalltag in drei Sätzen zusammenfassen?
Mein Schulalltag beginnt morgens um 8 und endet im Sommer 2012.
Viel zu tun und viel zu wenig Kleingeld für den notwendigen Kaffee dabei. Jeden Tag : )
Was bedeutet für dich Kunst und Design? Hast du ein Lieblingskunstwerk?
Ganz ehrlich: Mit Kunst kann ich mich so gut wie gar nicht identifizieren. Ich war nie in einer Kunstausstellung und selten in einem Museum. Von daher habe ich auch leider kein Lieblingskunstwerk. Was ich über Kunst sagen kann ist, dass man sie schlecht bewerten kann. Jeder sieht Kunst anders und bringt sich unterschiedlich mit ihr in Verbindung. Was für den einen ein Kunstwerk ist, ist für den anderen schlichtweg bedeutungslos. Und andersrum genauso.
“Kunst ist es, wenn man es sich traut Kunst zu nennen”. Hast du schon einmal so etwas erlebt?
Damals in meiner Ausbildung zur Altenpflegerin sollten wir einen „Tag der offenen Tür“ gestalten. Meine Gruppe und ich waren für den Bereich Bühnenprogramm verantwortlich. Zeit hatten wir 3 Wochen zum Vorbereiten, Einstudieren und Proben etc. und ein Tag vor diesem besagten „Tag der offenen Tür“ hatten wir nichts! Gar nichts. Also schlug ich vor, lasst uns “Nichts” machen. So war es. Wir haben uns auf die Bühne gesetzt, jeder ein Stuhl und wir „glotzten“ das Publikum an. Dann fingen wir irgendwann an herrlich zu lachen und nach 10 Minuten war alles vorbei. 4 Kunstinteressierte traten danach an uns heran und bejubelten uns für dieses „abstrakte Meisterwerk“.
Die Ausbildung ist ja nicht alles. Was machst du noch außer täglich die Schulbank zu drücken?
Am Wochenende ausschlafen und die Familie besuchen. Gemütlich Tee auf Balkonien einnehmen und spontan Freunde treffen. Versuchen, das Hobby zu pflegen und irgendwann muss auch mal die Wohnung aufgeräumt werden. Ich persönlich freue mich sehr, wenn auch in der Woche noch Freunde Zeit und Lust finden auf ein kleines gemütliches Treffen und ein spontanes Ausklingen des Tages.
Hast du schon ein Gefühl, wo es dich mit deinem Abschluss hinziehen wird? In eine Werbeagentur? In ein Fotostudio?…
Nach dem Abschluss möchte ich gern ein praktisches Jahr im Medienbereich absolvieren. Danach strebe ich die Fachschule an. Einer darauf folgenden Selbstständigkeit als Fotografin bin ich nicht abgeneigt.
Du fotografierst ja auch sehr viel. Was ist denn deine Lieblingskamera und welche aktuelle Kamera würdest du Lesern empfehlen?
Ich habe keine Lieblingskamera, denn eine Kamera ist nur so gut, wie der Fotograf dahinter. Von daher kann ich keine Kamera empfehlen. Ich persönlich fotografiere mit einer Samsung GXS1 DSLR. Nicht so hoch gehandelt wie eine Canon, aber ich bin sehr glücklich mit ihr. Ich habe sie seit mittlerweile fast 4 Jahren und kann mich nicht beschweren. Ich sage immer: Technik ist nicht alles. Wenn ich nicht sehe was ich fotografiere, bringt mir die beste und teuerste Kamera gar nichts.
An Dresden mag ich besonders…
…die Mentalität und das „Tschüssi!“
Persönliche Daten
- Denise Knoblauch
- 23 Jahre
- wohnt in Dresden Löbtau
- Ausbildung
2004 – 2007 Ausbildung zur Altenpflegerin
seit August 2010 Ausbildung zur gestaltungstechnischen Assistentin im Bereich Medien/Kommunikation










